Das Jahr hält viele besondere Momente für uns bereit: Ostern, Weihnachten, Geburtstag, Silvester… um UNSER alljährliches Highlight wird wesentlich weniger Tamtam gemacht und doch ist es für uns das Beste am ganzen Jahr: Unser Zillertal-Urlaub.

Am 19.08.2012 um 06:05h ging es los –nach langer Zeit erstmals fast pünktlich (Abfahrt war für 6h geplant), denn es sollte der heißeste Tag des Jahres werden mit bis zu 38°C. Das kann aber einen echten Zillertalfreund nicht von seiner Abreise abhalten. Und so fuhren wir dann via A3, A9, A99, vorbei am schönen Tegern- und Achensee in unsere 2. Heimat, wo wir um 15:45h ankamen.

Noch bevor wir unser Quartier aufsuchten besuchten wir unsere Freundinnen Gerda und Loise beim ’Kramerwirt’ und reservierten einen Tisch auf der gemütlichen Terrasse, wo wir uns um 19:30h mit den lieben „Wahltirolern" Erika und Wolfgang trafen.

 

Montag, 20.08.2012: der erste Morgen… frische Bergluft weht ins Schlafzimmer, Zeit um aufzustehen.

Unser erster Weg führte uns nach Mayrhofen. Erst einmal haben wir ein paar Einkäufe gemacht, um den Kühlschrank in unserer Ferienwohnung zu füllen.

Dann fuhren wir erneut nach Mayrhofen und schlenderten gemütlich durch den schönen Scheulingswald, von wo aus wir anschließend ins Ortszentrum abbogen und die Hauptstrasse erkundeten.

Nach einem leckeren Abendessen in unserer FeWo machten wir uns auf den Weg zum Kichbichlhof, wo wir gemütlich auf der Terrasse sitzen und den Sonnenuntergang über’m Tal genießen konnten.



 

Für den Dienstag war für uns „Neuland“ eingeplant: auf ging es in Richtung FINKAU.

„FINKAU“ ist ein uriges, idyllisch gelegenes Hotel im Wildgerlostal.

Auf über 1400m Höhe erwartete uns ein wunderschönes Tal, ein glasklarer Bergsee und der bezaubernde Blick auf die umliegenden Berge. Warum hatten wir dieses kleine Paradies nicht schon früher einmal wahrgenommen? Danke, Reni für den Tipp –uns zieht es bestimmt in Zukunft öfter einmal dorthin.




Den Abend verbrachten wir im Gasthof Tipotsch, wo die Freddy Pfister Band aufspielte. Leider durfte Dank rebellischer Nachbarn der „Zillertaler Biergarten“ nicht mehr genutzt werden, aber auch im Innenraum war es ein netter Abend. –Hoffen wir, dass der Biergarten bis zum nächsten Sommer insoweit verändert wird, dass er der Lärmschutzverordnung genügt. Bei so herrlichem Wetter ist ein Biergarten halt doch netter.



Am Mittwoch unternahmen wir eine kleine Tour durch’s Vordere Zillertal: Stumm, Hart, Fügen, waren nur einige unserer Stationen, die wir einmal jenseits der Hauptstrasse näher erkundeten. Man glaubt gar nicht an welch schönen Fleckchen man auf der Bundesstraße vorbeigeleitet wird.



Am Donnerstag wollten wir dann hoch hinaus. Bei strahlender Sonne stiegen wir in die Ahornbahn und begaben uns oben angekommen auf den Genießerrundweg, der wunderschöne Aussichten auf das Zillertal, das Stilluptal und die umliegenden 3000er offenbart.

Wieder unten angekommen besorgten wir erst einmal ein wenig Arbeit für den bevorstehenden Winter: die Puzzles der Ahornbahn. Man will ja auch an langen Winterabenden an den Urlaub denken, oder? Und 500 weiße bzw. grüne Steine werden wir wohl noch zusammen bekommen, oder? ;-)

Danach statteten wir Martin im Waldcafé einen Besuch ab, bevor es gen FeWo zurück ging, wo wir den Abend gemütlich auf dem Balkon ausklingen ließen.




Am Freitag weckte uns schon recht früh ein unbekanntes Geräusch. Ein recht hohes und schrilles Pfeifen klang durch das Tal. „Schnaufi“ war es definitiv nicht. Was war es dann? Beim Frühstück konnten wir vom Balkon aus den Verursacher sehen: Schnaufis kleine Schwester. Die Minidampfbahn war nicht wie sonst in Mayrhofen im Lokschuppen, sondern heute auf den Schienen unterwegs:



Den Samstag verbrachten wir beim Musikfest im Festzelt bei der Zillertaler Trachtenwelt. Hannah, Steirerbluat, die Juzis, Sigrid und Marina und die Haderlumpen spielten auf. Ein großer Teil der Veranstaltung wurde für die Radio Tirol Musiktruchn aufgezeichnet. –Nun wissen wir auch, warum der Applaus bei der Sendung im Radio so heftig beginnt und dann abrupt abbricht… ;-)
Aber schön war es!



Nachdem die hochsommerliche 1. Woche rum war, bescherte uns der Sonntag, 26.08.12, -unser „Urlaubsteiler“ -einen Tag Dauerregen.

Gegen Abend war es zumindest wieder trocken, wenn auch noch kalt und trüb, aber wir machten und auf den weg in Richtung der Schwendauer Mühlen, bevor wir am Abend bei Gerda und Loise einkehrten.




Der Tag danach war dafür umso schöner, der Himmel fast schon kitschig mit seinem Postkarten-Blau.

Was sollte man da anderes tun, als zu sehen, dass man möglichst hoch hinaufkam? Heute wählten wir dafür nicht den Lift, sondern unser Auto, dass uns bis auf 2020m über Meereshöhe befördern durfte: die Zillertaler Höhenstraße war unser Ziel.

Die 48 Kilometer lange zum Teil sehr enge Straße, die nicht zu Unrecht als eine der schönsten Alpenstraßen Österreichs betitelt wird, befuhren wir von Auffahrt Kaltenbach bis Abfahrt Hippach. Die einzelnen Stationen haben alle ihren eigenen Reiz: die Kaltenbacher Skihütte mit dem Murmelland und Streichelzoo ist sicher lohnenswert für jung und alt: dort warten Murmeltiere, Ziegen, Kaninchen; Esel & Co. darauf vom Besucher verwöhnt zu werden. Ein paar km weiter bewundert man den schönen Alpengarten beim Zirmstadl. Vorbei an der Platzalm (Wandermöglichkeit zur Kristallhütte) geht es dann zur Hirschbichlalm. Dort trafen wir Lump Reini bei seiner hauptberuflichen Tätigkeit: Almwirt und Musiker im Elternbetrieb. Via Melchboden und Gasthof Mösl ging es nach guten 4 Stunden wieder talwärts über Hochschwendberg und Schwendberg nach Hipppach.

Am Abend waren wir eingeladen: Martha und Josef, einheimische Freunde aus Mayrhofen-Burgstall erwarteten uns. Es wurde ein netter und gemütlicher Wiedersehensabend unter Freunden.




Am Dienstag machten wir uns auf, eine Ferienwohnung in Aschau zu besichtigen und einige nette Fotos von dieser zu schießen… -mehr dazu demnächst unter Links und Aktuelles. Vorab nur soviel: es lohnt sich, gespannt zu sein.

Von Aschau führte uns unser Weg heute ins schöne Tuxertal bis nach Hintertux. Für eine Fahrt auf den Gletscher war es schon zu spät, da die letzte Gondel um 16:30h bereits wieder talwärts fuhr und so begnügten wir uns mit einem kleinen Spaziergang und einem Almdudler in der Hohenhaus Tenne. Schließlich mussten wir rechtzeitig wieder im Tal sein, denn um 19:30h warteten die Haderlumpen in der „Brücke“ in Mayrhofen.

Es war unser erster Besuch im neuen „Brückenstadl“ und wir waren von der Aufmachung und dem Ambiente sehr begeistert. Die Musik passte eh, sonst währen wir ja nicht her gekommen.



 

Der Mittwoch, 29.08.2012 sollte nach Wettervorhersage auf U1 unser letzter wirklich schöner Sommertag im Tal werden. Diesen nutzen wir sodann für eine Fahrt mit der Spieljochbahn, gefolgt von einer kleinen Wanderung zum Gipfelkreuz „Spieljoch“.


Der folgende Donnerstag war zwar zunächst nicht regnerisch, aber föhnig schwül und drückend warm und so ließen wir es langsam angehen. Gegen Nachmittag machten wir uns auf zur „Zillertaler Kerzenwelt“ um unseren Kerzenvorrat für daheim aufzustocken. Von da aus ging es zum Wurzenmax –ein paar Mitbringsel für die lieben Daheim kommen immer gut an.

Und noch in Wurzenmax’ Märchengarten begann es zu regnen… ach nein, zu schütten und hörte für die nächsten 27 Stunden am Stück nicht mehr auf.

Abends trafen wir aber noch einmal Erika und Wolfgang und so hatten wir –allen Unwettern zum Trotz- einen Reisengaudi am Abend.

 

Den Regenfreitag nutzen wir zum Lesen, Fernsehschauen und um einige Einkäufe für zu Hause zu tätigen. Anschließend fuhren wir zur Sennerei, um Freddy bei „Käse mit Musik“ zu sehen.




Samstag, 01.09.2012: nach einer halbwegs trockenen Nacht -wieder Regen :-(

Hilft nix, heute ist Friseur angesagt! Ich, Britta, wollte unbedingt zu Waltraud, da ich ja nur 1x im Jahr die Gelegenheit habe, die Friseurin meines Vertrauens aufzusuchen. Danke Waltraud, dass Du trotz Monatsabrechnung die Zeit für mich gefunden hast!

Frisch gestylt kamen wir dann aus dem Friseursalon und –oh Wunder- es war trocken. Also noch einmal auf nach Mayrhofen. Dort verabschiedeten wir uns so langsam von unserer geliebten Bergwelt, machten auf der Rückfahrt nach Hippach noch einmal Halt in Burgstall, um Martha’s und Josef’s neu fertiggestellte Ferienwohnung zu besichtigen und dann hieß es leider für uns Koffer und Auto packen.

Als das geschafft war, gingen wir zu unserer „Henkersmahlzeit“ noch einmal zum Kramerwirt Ramsau. Unsere Freundinnen Gerda und Loise wollten uns gar nicht gehen lassen, aber leider hat alles schöne einmal sein Ende.

Aber: im nächsten Jahr komm ma alle wieder…

 

Mit diesem „guten Vorsatz“ für 2013 fuhren wir dann leider am 02.09.12 nach Hause –im Kopf wunderschöne Erinnerungen und die Frage: „Hat jemand unsere 2 Wochen gesehen? –Eben waren sie noch da….“