Nachdem wir im vergangenen Sommer eine „Zwangspause“ einlegen mussten, freuten wir uns heuer umso mehr, dem Ruf des Tals nachkommen zu können.

Am Samstag, 16.08.2014, um 07:00h ging es los. Uns erwartete eine feucht-fröhliche Fahrt. –Nein, nicht so wie ihr jetzt denkt… fröhlich, weil wir endlich Urlaub hatten und uns 2 Wochen Zillertal riefen und feucht, weil Petrus dies beschlossen hatte.

 

 

Trotz des teilweise heftigen Regens erreichten wir unsere 2. Heimat nach guten 9 ½ Stunden.

Für die erste Nacht hatten wir eine kleine Frühstückspension gebucht. Diese ist nicht weiter erwähnenswert, einzig vielleicht dem Gesundheitsamt gegenüber. So einen Dreck hatten wir noch nie erlebt und werden es hoffentlich auch nie wieder. –Aber egal, wir waren in „unserem Tal“ angekommen.

Nachdem wir unser Binkerl, dass wir eigens für diese erste Nacht gepackt hatten in die Pension gebracht hatten, machten wir uns auf zum ’Kramerwirt’. Gerda und Franzi begrüßten uns herzlich und wir genossen ein leckeres Abendessen bevor wir weiterzogen zum Fest der Freiwilligen Feuerwehr Ramsau.

 

Der nächste Morgen empfing uns mit Sonnenschein. Endlich Sommer sollte man meinen!- Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und fuhren nach Mayrhofen, um ein wenig Proviant für die kommenden Tage einzukaufen. In der Saison hat der dortige MPreis auch am Sonntag Vormittag auf und das kam und ganz gelegen, wenn uns die Mitarbeiter auch Leid taten, dass sie selbst am Sonntag arbeiten müssen.

Zurück in Ramsau hatten wir die Gelegenheit unsere Freunde vom Landhaus Egger zu besuchen und gleichzeitig in den eigenen Urlaub zu verabschieden.

Gegen 12:30h klopften wir vorsichtig bei unserem Quartier für die nächsten 2 Wochen an und wir hatten Glück: trotz der frühen Uhrzeit duften wir unsere wunderschöne Ferienwohnung schon beziehen: App. BIRGLA

Am heutigen Sonntag sollten auch unserer Freunde Brigitte und Rainer eintreffen und so begaben wir uns gegen 16:30h zum Kirchbichlhof in Hippach, um sie zu begrüßen.

 

Der Montag weckte uns mit strahlendem Sonnenschein –ahhh, Sommer, das tut gut- und wir machten uns auf nach Mayrhofen. Nachdem wir die Hauptstraße unsicher gemacht hatten und ein Eis in der „Eiszeit“ genossen hatten, trafen wir Brigitte und Rainer auf der Sonnenterrasse des ’Café Tirol’ und stellten fest, dass es in der Sonne schon fast zu warm war.

 

Das hätten wir besser nicht zu laut gesagt, denn am Dienstag hielt der Herbst Einzug im Zillertal und das sollte sich auch so schnell nicht ändern. Es war zwar ab dem späten Vormittag trocken, von Sommer aber weit und breit keine Spur.

So beschlossen wir dann, nach Jenbach rauszufahren und uns die Achenseebahn und deren Fahrplan anzusehen.

Auf dem Rückweg fuhren wir durch zum Waldcafé nach Mayrhofen, um Martin und seine Mitarbeiter zu besuchen. Es kam sogar noch einmal die Sonne raus, so dass wir gemütlich auf der Terrasse sitzen konnten.

Plötzlich bemerkten wir, wie spät es schon war und fuhren zurück nach Ramsau um pünktlich bei der „Freddy Pfister Band“ zu sein. So ganz gelang uns das nicht, aber dennoch war es ein schöner Abend mit den Mandern.

Am Mittwoch besuchten wir zunächst Vitus Amor in seinem neu renovierten Betrieb in Zell. -Der Komplettumbau ist Euch wirklich super gelungen, lieber Vitus!

Weiter ging es dann nach Fügen, Uderns etc. –wenn schon kein Bergwetter ist, kann man ja wenigstens das Tal unsicher machen, den auch da entdeckt man immer wieder Neues.

 

Nächster Morgen… es ist Donnerstag und der Berg ruft auch heute nicht nach uns, sondern versteckt sich in den Wolken. Wo ist eigentlich der Sommer vom Montag hin?

Egal, auch dieses Wetter hat was Gutes: unten im Tal ist es recht freundlich… und wer fährt schon bei 30° in den Alpenzoo? Wir nicht! Und deshalb kannten wir ihn auch nach all den Jahren Urlaub in Tirol noch immer nicht. Das genau hat sich heuer geändert und wir bereuen nicht eine Minute, die wir dort verbracht haben:

Zugegeben, es war recht hügelig und steil im Alpenzoo und heute am Freitag hieß es, Thomas’ Beine zu schonen. So nahmen wir das Auto und fuhren durch das schöne Tuxertal bis Hintertux.

Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich noch ein paar Abstecher machen, aber die höher gelegenen Almen hatten sich schon wieder versteckt hinter den Wolken und so bleiben wir im Tal.

 

Das Wochenende bescherte und 30 Grad -15° am Samstag und noch mal 15° am Sonntag.

 

Richtig igitt war der Samstag, an dem es bis Mittags diesen typischen Landregen gab, der dem Boden so gut tut… J

Aber gegen 14h wurde es zumindest trocken und so taten wir das, was wir eigentlich nicht tun wollten: wir begaben uns als „Zaungäste“ zur ’1. Zillertaler Schlagernacht des Jahres’. Wir wollten es deshalb nicht tun, weil die Eintrittsgelder ein solches Event sichern, aber wir trauten dem Wetter nicht und wollten nicht gebunden sein, den ganzen Tag dort zu verbringen. Immerhin ging die Veranstaltung bis 22:30h. Die Mayrhofner, Marc Pircher, die Freddy Pfister Band, Sigrid und Marina, die Amigos und Hansi Hinterseer waren nur einige unter vielen bekannten Solisten und Gruppen.

Im nächsten Jahr –bei hoffentlich besserem Wetter- wollen wir als richtige Gäste dabei sein.

 

Der Sonntag begann durchaus freundlicher, es zog sich jedoch schnell wieder zu. Wir machten einen Ausflug in den Zillergrund, wo beim Gasthof Bärenbad einen Hüttenfest stattfand.

Den Abend verbrachten wir in Mayrhofen im Hotel Berghof, wo „da Zillertaler und die Geigerin“ aufspielten.

 

Am nächsten Tag begann unsere 2. Urlaubswoche und –oh Wunder- die Sonne weckte uns.

Schnell machten wir unser Frühstück, denn das wollten wir genießen. Dieser unbekannte helle Himmelskörper lockte uns auf den Berg hinauf.

Die Ahornbahn brachte uns hinauf auf 2000m und wir genossen unsere Berge genau so, wie wir sie lieben:

Den Dienstag nutzen wir zu einem Ausflug nach Gerlos und zum Durlaßspeicher.

Allzu spät ließen wir es nicht werden, um anschließend rechtzeitig zum Höhepunkt des heutigen Tages in Mayrhofen zu sein.

 

Die Haderlumpen gaben ihr Abschlusskonzert in der „Brücke“ und gemeinsam mit unseren Freunden Brigitte und Rainer feierten wir mit ihnen einen bärigen Abschlussabend. Schön war’s, liebe Lumpen –wir sehen uns in Bad Sassendorf!

 

Am Mittwoch war es wieder grau und schmuddelig und so machten wir ein paar Besorgungen.

Eigentlich wollten wir mit Brigitte und Rainer rauf auf die Höhenstraße, aber wenn man schon von unten sieht, dass man in den Nebel fährt, macht das wenig Sinn.

Am Abend verabschiedeten wir uns von unseren beiden MHer Freunden bei Gerda im Kramerwirt, denn für die Beiden hieß es am nächsten Tag „Mein Tirol ich vermisse dich“ –die Heimat rief.

 

Schade für die Beiden, dass sie rief, denn der Donnerstag war noch einmal ein richtig schöner Sommer-/Sonnentag und wir betraten Neuland. Mit den Finkenberger Almbahnen ging es hoch zum Penkenjoch.

 

Wieder zurück im Tal besuchten wir unserer Freunde Erika und Wolfgang.

Erika hatte extra für uns einen leckern Blaubeerkuchen gebacken und wir hatten viel zu ratschen. Danke, liebe Erika für deinen leckeren Kuchen!

 

Nächster Tag… Freitag… so langsam neigte sich auch unser Urlaub dem Ende zu :-(.

 

Da das Wetter mitspielte, wollten wir noch einmal hinauf. Fügen und das Spieljoch waren unser Ziel.

Wir machten einen kurzen Spaziergang in der Höhe, erhaschten von dort einen Blick auf den Achensee und die Festung Kufstein und schafften es noch vor dem leider wieder einsetzenden Regen zurück ins Tal.

 

Der Samstag meinte wohl, dass er uns den für Sonntag anstehenden Abschied nicht so schwer machen wollte und versteckte die Berge wieder vor uns.

Wir kauften noch ein wenig ein, packten dann erst die Koffer und dann das Auto, bevor wir uns auf den Weg zum Kramerwirt machten, um unsere Henkersmahlzeit zu bestellen.

Das Knoblauchsteak ist wirklich nur zu empfehlen –danke, liebe Gerda!

 

Dann war er da, der Sonntag und wir mussten wohl oder übel zurück gen Ruhrpott.

Unterwegs war es mal wieder sehr nass, so dass wir erst nach endlosen ca. 11 Stunden den Ruhrpott erreichten. Immerhin war unser Auto sauber, denn es hatte die ganze Tour über eine einzige große Waschstraße erlebt.

 

Wer war nur auf die Idee gekommen, PETRUS für die heuer so bekannte „Cold Water Callange“ zu nominieren???

 

Aber auch, wenn die Berge uns heuer nicht so oft wollten, steht doch eines fest: „Wir kommen wieder im nächsten Jahr.“

Der nächste Urlaub ist bereits gebucht und muss nur noch kommen…